Urban Gardening am Institut: Mehr als nur grünes Wachstum
Hochbeete verbinden ökologische, soziale und pädagogische Aspekte auf anschauliche Weise: Sie schaffen einen direkten Zugang zur Natur, fördern ein Verständnis für nachhaltige Ernährung und machen natürliche Kreisläufe unmittelbar erfahrbar. Gerade in urbanen Räumen ermöglichen sie Begegnungen mit Pflanzen, Boden und Jahreszeiten, die im Alltag oft verloren gehen. So ist denn unser aktuelles Hochbeet-Projekt mehr als nur eine kleine Begrünungsmassnahme; es ist ein lebendiger Lernort für Studierende.
Im Zentrum des Projekts stand nicht primär der Klimabeitrag, sondern die pädagogische Vermittlung von Lebenszyklen und das Erleben von Selbstwirksamkeit. Wer ein Samenkorn setzt, Pflanzen pflegt und schliesslich ernten kann, erlebt unmittelbar, dass eigenes Handeln Wirkung zeigt. Von der Konstruktion bis hin zum praktischen Pflanzenwissen konnten die Studierenden hier wertvolle Erfahrungen sammeln.
Nachhaltige Technik im Fokus
Das Hochbeet ist eine durchdachte Eigenkonstruktion auf Rollen, die Flexibilität ermöglicht. Um den Unterhalt auch über längere Zeitabschnitte zu gewährleisten, ist das System mit einer Solarpumpe und einer Tropfbewässerung ausgestattet. Dieses Projekt stammt aus dem Unterricht zu Design und Technik, in dem das 5R-Prinzip - Refuse, Reduce, Reuse, Repair, Recycle - thematisiert wird. So verbindet das Hochbeet ökologische Verantwortung mit technischem Denken und handlungsorientiertem Lernen.
Vielfalt im Beet
Die Pflanzenwahl ist bunt gemischt und umfasst Kräuter, Gemüse sowie essbare Blüten. Die Vielfalt der Pflanzen macht unterschiedliche Wachstumsformen, Pflegebedürfnisse und ökologische Zusammenhänge sichtbar. Gleichzeitig entstehen kleine Lebensräume für Insekten und andere Nützlinge.
Aktuell gedeihen dort:
Kräuter: Rosmarin, Salbei, Thymian, Ysop, Basilikum und Schnittlauch.
Gemüse: Tomaten, Pflücksalat, Radisli und Minigurken.
Blumen: Kapuzinerkresse und Ringelblumen (frisch gesät).
Ein Blick in die Zukunft
Das Projekt wächst stetig weiter. Während die Organisation von Giess- und Ernteplänen noch ansteht, sind bereits nächste Schritte wie die Beschriftung mit gelaserten Holzschildchen geplant. Zudem bietet das Beet Raum für weitere konstruktive Optimierungen durch Studierende kommender Semester.
So entwickelt sich das Hochbeet Schritt für Schritt zu einem dauerhaften Lern- und Begegnungsort, an dem Theorie, Praxis und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden.