Zurück zu mehr Normalität
Zürich, 26.06.2020
Unsere neue Normalität.
Präsent und virtuell.
Juerg Schoch

Liebe Leserin, lieber Leser

Unser Schul- und Studienbetrieb hat herausfordernde Zeiten hinter sich: Wir haben uns in den letzten drei Wochen wieder mehr an die Normalität herangetastet und freuen uns, dass die Abschlussfeiern unserer Abgängerinnen und Abgänger fast wie immer stattfinden können.

Dieser Newsletter gibt einen kurzen Überblick, wie wir den Schul- und Studienbetrieb im Fernunterricht gemeistert haben und wie es nach den Ferien weitergeht.

Einige Projekte mussten völlig neu gedacht werden, so auch das Abschlussprojekt «Spiel- und Lernwerkstatt» am Institut.

Chancengerechtigkeit herzustellen bedeutet, alle Schülerinnen und Schüler mit digitalen Geräten auszurüsten. Das ist uns sogar im ChagALL-Förderprogramm dank Stiftungen gelungen.

Herzlich
Jürg Schoch, Direktor unterstrass.edu

PS: Reservieren Sie sich den 4. September um 17:30 Uhr. Sie haben dann die Gelegenheit, einen Einblick ins Unterstrass zu bekommen: Wir stellen Ihnen zum Abschluss des Jubiläumsjahrs eine Buch-Triologie vor und stossen in einer kleinen Feier mit Ihnen an.

Schule machen in der Coronazeit
20200626 Schule machen in der Coronazeit

Die Identität von unterstrass.edu im Fernunterricht zu bewahren, hat alle vor Herausforderungen gestellt. Wir waren aber in der glücklichen Lage, dass alle Studierenden und Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mit «Bring Your Own Device» (BYOD) und einer gemeinsamen Lernplattform sehr gut für den Fernunterricht vorbereitet waren. Wir sind auch froh, dass Diplomfeiern und die Maturfeier stattfinden können und zum ersten Mal über einen Livestream übertragen werden.

Die online Spiel- und Lernwerkstatt
Bild Die online Spiel und Lernwerkstatt

Das Abschlussprojekt des Studiengangs der Kindergarten- und Unterstufenlehrpersonen findet zum ersten Mal digital statt: Für die Spiel- und Lernwerkstatt «Umwandlung» sind Filme und Unterrichtsmaterialien entstanden, die gestreamt werden können. Die Dozentin Petra Sigrist erklärt, dass die Intensität des Projekts abgenommen habe. Dennoch sei ein «lässiges» Produkt entstanden, mit dem eine breite Öffentlichkeit erreicht werden könne. Zudem hätten die Studierenden in der Medienkompetenz enorm zugelegt.

Chancengleichheit mit Tablets herstellen
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Wie kommt man mit Schülerinnen und Schülern in der Zeit des Fernunterrichts in Kontakt, wenn diese nur erschwerten Zugang zu Computern haben? Chancengerechtigkeit im Lockdown bedeutet, Schülerinnen und Schüler mit technischem Equipment zu versorgen. Im Fall der ChagALL-Schülerinnen, die aus soziökonomisch schwachen Familien mit Migrationshintergrund stammen, ist dies dank Stiftungen schnell und unbürokratisch gelungen. Sie wurden mit Tablets ausgerüstet und konnten so für Aufnahmeprüfungen an Gymnasien und Berufsmittelschulen vorbereitet werden.

Weiterbildung «Schauplatz Ethik»
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Das Lehrmittel «Schauplatz Ethik» behandelt die grossen Fragen: Wer bin ich? Was darf man, was nicht? Was ist ein gutes Leben und wie kann ich es führen? Wimmelbilder, Bildcollagen und Fragen sind der Einstieg, um mit Kindern ins Philosophieren zu kommen. Die Schauplätze stammen aus der Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler. Eva Ebel, Dozentin für das Fach «Religionen, Kulturen Ethik», hat am Buch mitgearbeitet und stellt es in Kursen vor.

Aufgefallen

Shavonne

«Ich hatte mehr Zeit, um mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Ich habe einige Bücher gelesen und meine Ansichten über das Leben erweitert. Ich fand die Zeit recht positiv, die Motivation hat bei mir aber am Schluss etwas abgenommen. Trotzdem fand ich, dass wir viel gelernt haben, in manchen Fächern fast mehr als sonst.»

Meike

«Es gibt Leute, die sich gut selbst organisieren und sich eine Struktur geben können. Diese haben von der Zeit im Lockdown gut profitiert. Ich persönlich habe nun ein paar Lücken, weil mir die Selbstorganisation zuhause nicht so leichtfiel. Auch die Lehrpersonen mussten sich neu organisieren. Zudem hat mir die Isolation mit der Zeit etwas zugesetzt: Die Kolleginnen und Kollegen an der Schule nicht mehr zu sehen, hat mir sehr gefehlt.»

Shavonne und Meike besuchen die Promotion 149 des Gymnasiums. Sie blicken auf den Fernunterricht zurück.

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