Ein Preis für gelebte Inklusion auf Hochschulebene
Das Institut Unterstrass freut sich sehr über einen Sonderpreis bei der Verleihung des Barbara-Schadeberg-Preises am 20. November 2025 in Nürnberg. Gewürdigt wird damit das inklusive Hochschulprogramm „écolsiv – Schule inklusiv“, das Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung für eine pädagogische Tätigkeit in Schulen qualifiziert. Das Programm führt zu einem Portfolio-Abschluss, der die erworbenen Kompetenzen dokumentiert und auf den Einsatz in Schulen vorbereitet.
Die Barbara-Schadeberg-Stiftung verleiht den Preis alle drei Jahre an evangelische Schulen und Bildungsinstitutionen. In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto: «Kinder- und Menschenrechte: ihre konzeptionelle Verankerung und Bedeutung im Schulalltag.»
Die Jury überzeugt die Inklusion auf Hochschulebene, die im Programm écolsiv umgesetzt wird: «Einen Beruf zu wählen und ausüben zu können, der den eigenen Fähigkeiten, Wünschen und Entwicklungspotentialen entspricht, ist wohl die beste Voraussetzung dafür, sich im Leben sowohl selbst zu verwirklichen als auch sinnerfüllt zu arbeiten. Beides trägt zu seelischer und somatischer Gesundheit bei, zu immer wieder neuer Motivation, zu Zufriedenheit und persönlicher Entwicklung. Und doch ist diese Möglichkeit nicht für alle Menschen selbstverständlich. Menschen, die aufgrund besonderer geistiger Entwicklungen die üblichen Normvorgaben für pädagogische Berufe nicht erreichen können, sind in der Regel von pädagogischen Berufen und entsprechenden Tätigkeiten in der Schule und im Kindergarten ausgeschlossen. Hochschulische Bildung ist ein exklusives System. Diesem Ausschluss stellt sich das Institut Unterstrass mit dem Programm écolsiv entgegen.
Die Auszeichnung bestätigt das besondere Profil des Instituts Unterstrass als evangelische Bildungsinstitution, die Inklusion nicht nur lehrt, sondern auch praktisch lebt und sich zum Ziel gesetzt hat, Barrieren im Bildungssystem zu überwinden.