Tanzen statt lernen: Am Freitagnachmittag des letzten Schultags bestimmen die Viertklässler/-innen.
Auch der Tagesanfang ist in die Hände der Mönche geraten.

Lobgesänge aufs Gymnasium als Maturstreich

Zürich, 22.06.2019

Am letzten Schultag ist am Gymnasium Unterstrass alles ein bisschen anders als sonst. Schon kurz nach sieben Uhr morgens wanken die verknitterten Viertklässlerinnen und Viertklässler durch die Gänge. Sie haben sich zu unchristlicher Zeit aus ihren Iso-Matten und Schlafsäcken geschält – eine Übernachtung im Schulhaus gehört traditionell zu einem richtigen Maturstreich dazu.

Die angehenden Maturanden haben eine Mission: Der restlichen Unterstrass-Gemeinschaft soll der «Einstieg» ins Schulhaus erschwert und der reguläre Unterricht madig gemacht werden.

Während sich einige von ihnen demonstrativ vergnügt in ihren Bademänteln (oder sind es Mönchskutten?) beim Eingang dem Volleyball oder Tschüttelen hingeben, spritzen andere die jüngeren Schülerinnen und Schüler nass und prägen ihnen mit schwarzer Farbe die Klassenzugehörigkeit auf der Stirn ein. In den Gängen ertönen Lobgesänge auf die Schule. Am Nachmittag werden Lobpreisungen auf die geistigen Führerinnen und Führer – sprich die Schulleitung – gesprochen.

Natürlich wird auch geneckt, wenn die Viertklässler/-innen die letzten vier Jahre Revue passieren lassen. Das wiederum wird mit ironisch-witzigen Reden quittiert: So analysieren die aufklärerisch gesinnten Zweitklässlerinnen und Zweitklässer in ihrer Rede zur Sinnhaftigkeit des Gymnasiums die Fehler in der Maturzeitung und bezweifeln die Maturreife ihrer älteren Kolleginnen und Kollegen.

Liebe ehemaligen Viertklässlerinnen und Vierklässler: Wir danken euch für den witzigen Abschied. Auf euch wartet eine intensive und spannende Vorbereitungszeit für die mündliche Matur. Wir von der Unterstrass-Gemeinschaft wünschen euch eine inspirierende Zeit und viel Durchhaltevermögen! Ora et labora!