Einblick in den Alltag und in Projekte am Institut Unterstrass

Eine praxisnahe Ausbildung

Am Institut Unterstrass schreiben wir die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gross. Damit wir unserem Anspruch gerecht werden, absolvieren die Studierenden verschiedenste Praktika und Vikariate. Dabei lernen sie sowohl im Teamteaching zu unterrichten als auch allein die Verantwortung für eine Klasse zu übernehmen.

Inklusion im Dialog - Projekt écolsiv

Im Zeitraum 2016 bis 2019 verfolgt das Institut Unterstrass verschiedene Entwicklungsprojekte rund um das Thema Inklusion. Inklusion als Dialog bezieht die Institution selbst (das Institut Unterstrass) das Praxisfeld und schliesslich die betroffenen Menschen mit Beeinträchtigungen in den Dialog mit ein (reden mit nicht reden über). Im Projekt ècolsiv - inklusive Assistenz werden Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung und Lernbehinderung fit gemacht für eine pädagogische Tätigkeit im Arbeitsfeld Schule. Sie werden darin begleitet, ihren Platz in der Schule zu finden (Supported Employment). Sie partizipieren zusammen mit Studierenden und Dozierenden an Ausbildungsmodulen mit Schwerpunkt Inklusion einer Pädagogischen Hochschule. Sie qualifizieren sich im neu konzipierten Studiengang „Inklusive Assistenz“ mit Portfolio-Abschlüssen. 

Darum suchen wir:
• Menschen ab 20 Jahren mit sogenannter geistiger Behinderung oder Lernbehinderung, welche den Wunsch haben, in der Schule zu arbeiten.
• Schulen, welche Lust haben, sich für die Inklusion einzusetzen.
• Lehrpersonen, welche bereit wären, Praktika für inklusive Assistenten und Assistentinnen anzubieten.
• Support unseres Pilotprojektes auch in anderer Form.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann melden Sie sich bitte bei Cornelia Müller.

Projektbeschrieb | Artikel "Warum Andrin nicht Lehrer wird sondern Gärtner" | Hintergrundinformationen zum Projekt | Flyer

Vielfalt und Differenz

Vom „Wir“ zum „Ich“ und wieder zum „Wir“. Wie können Individualität und Gemeinschaft gleichermassen berücksichtigt werden? An dieser Frage arbeiteten wir besonders intensiv. Sie bildete den Entwicklungsschwerpunkt bis 2016, den wir mit gezielten Projekten in der Aus- und Weiterbildung umsetzen. Der wirksame Umgang mit der Heterogenität und die Bildung und Erziehung von 4- bis 8- jährigen Kindern sind unsere speziellen Anliegen. Wir denken mit beim Projekt "Fokus starke Lernbeziehungen" des Volksschulamtes und setzen uns für eine Schule für alle ein. Eine Publikation zur inklusiven Pädagogik und Didaktik ist entstanden.

Praktika

Im Basisstudium lernen alle Studierenden sowohl den Kindergarten als auch die Primarstufe kennen. Einzelne können auch Einblick in die Oberstufe nehmen. Studierende der Primarstufe absolvieren je ein Praktikum auf der Mittel- und der Unterstufe und ein Praktikum in einer Sonderschule oder einer Mehrklassenschule. Für die Studierenden des Kindergartens stehen zwei Praktika im Kindergarten an, eines davon das Baustellenpraktikum. Ein Halbtagespraktikum, das sich über die kursorischen Wochen erstreckt, verstärkt den Praxisbezug. Einen Überblick über alle angebotenen Praktika finden Sie hier.

Sie interessieren sich dafür, sich als Praxislehrperson in der Ausbildung zu engagieren? Hier finden Sie wichtige Informationen und ein Anmeldeformular. Zögern Sie nicht, uns auch telefonisch (043 255 13 53) oder via Mail zu kontaktieren.

Didaktikum

Während ihrer Ausbildung führen die Studierenden ein Jahr lang mit einzelnen Kindern oder einer kleinen Gruppe wöchentlich Fördersequenzen durch. Sie gehen von den Ressourcen der Kinder aus, binden sie in die Planung eines Projektes mit ein und fördern sie in der Zone der nächsten Entwicklung.

Baustellenpraktikum

Technisches und Bildnerisches Gestalten, allgemeine Didaktik, drei Wochen konkreter Kindergartenalltag und die Idee, den Kindern Papier, Holz und Tücher zur freien Gestaltung zur Verfügung zu stellen – das sind die Ingredienzien für eine spannende Erfahrung, wie ganzheitliches und kindgerechtes Lernen im Vorschulalter passiert.

Assistenzpraktikum

Die Studierenden der Kindergarten- und Kindergarten-/Unterstufenausbildung führen ein „Assistenz-Praktikum“ auf ihren Zielstufen durch. Die Studierenden sind im 5. Semester während zwei Quartalen je 50% in der Praxis (Kindergarten oder Kindergarten und Unterstufe) und im regulären Unterricht am Institut Unterstrass verpflichtet. Damit wird eine enge Praxis-Theorie-Verknüpfung hergestellt.
Annette Fluri Kontakt | Rahmenplan für das Assistenz-Praktikum | Flyer Assistens-Praktikum

Lernvikariat

Im letzten Jahr ihrer Ausbildung übernehmen unsere angehenden Kindergärtnerinnen und Primarlehrpersonen ein Lernvikariat. Während dieser Zeit ist die angestammte Lehrperson in einer Weiterbildung und die volle Verantwortung des Unterrichts liegt in den Händen der/des Lernvikarin/Lernvikars.
Falls Sie bereits ausgebildete Lehrperson sind und eine kompetente Vertretung suchen, setzen Sie sich doch mit uns in Verbindung (043 255 13 53 oder via Mail) oder informieren Sie sich über diese Unterlagen.

Übernahme einer Schule

Die Studierenden des letzten Ausbildungsjahres übernehmen während einer Woche eine Schule. Sie amtieren sowohl als Lehrpersonen auf allen Stufen als auch als Schulleitung. In diesem Projekt üben die Studierenden die Zusammenarbeit im Team und übernehmen Verantwortung im weiteren Schulkontext. Nebenbei ermöglichen sie einem Schulhausteam eine gemeinsame auswärtige Intensivweiterbildung.

Cornelia Maccabiani Kontakt
Lesen Sie hier den Bericht der NZZ aus dem Jahr 2014 oder die letztjährige Berichterstattung aus Küsnacht.

Quest - Studiengänge für Quereinsteigende ab 30

Hochschulabsolventen über 30 bilden wir in erwerbsbegleitenden Studiengängen seit Frühjahr 2011 zu Primarlehrerinnen aus. Informationen zum Studiengang und den Zulassungsbedingungen finden Sie auf unserer Homepage unter institut/ausbildung/Quereinsteigende

Mitsprache

Im Institutskonvent sind die Studierenden an allen Fragen zu neuen Prozessen beteiligt, die ihre Ausbildung und die Weiterentwicklung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung betreffen. Wie sie auch später als Lehrpersonen Verantwortung in Schulentwicklungsprozessen übernehmen werden, müssen sie sich zu Vorlagen und Projekten äussern und darüber abstimmen.
 

Aktuelle Evaluationen

Regelmässig überprüfen wir die Qualität und Wirkung unserer Ausbildungs- und Weiterbildungsgänge. Die Frage, die wir zusammen mit den Absolventinnen und Absolventen im Sommer 2013 genauer beleuchteten, lautete: Gelingt es den Studierenden in der Ausbildung die wesentlichen und berufsrelevanten Kompetenzen aufzubauen? Die Studierendne konnten diese Frage weitgehend bejahen. Lesen Sie mehr dazu in der Kurzversion des Evaluationsberichtes. Die ausführliche Publikation können Sie beim Sekretariat anfordern.

Lehrplan 21

Am Institut Unterstrass laufen Projekte in Zusammenarbeit mit Volksschulamt und anderen Pädagogischen Hochschulen.

Das Projekt KoLeP21 «Kompetenzorientiertes Lernen – Lehrplan 21» fokussiert die Zusammenarbeit zwischen Klassenlehrperson und schulischer Heilpädagogin und geht der Frage nach, wie in einer 5. Klasse mit 25 Kindern die Kompetenz «Ich kann wirkungsvoll und flüssig vorlesen» von allen Kindern erreicht werden kann, auch von einem Kind mit Lese- und Schreibschwäche. Ein Film zeigt exemplarisch, wie dies gelingen kann. Mehr Information im Blog der PHZH.

"Ohne Wissen kein Können - kompetenzorientiert unterrichten." Dieter Rüttimann, Dozent am Institut Unterstrass, führt ins Thema der Kompetenzorientierung ein. Video des Referates vom 15. September 2015.