Studienwoche Rom  Während die Schweiz die ersten Vorboten des Winters über sich ergehen lassen muss, geniessen wir - die 138a mit Claudia Engeler (Deutsch) und Stefan Marcec (Deutsch) - das milde Klima Roms, wo uns diese Studienwoche hingeführt hat. So vielschichtig wie die ewige Stadt sind auch die Themen für diese Tage: Man nehme die Geschichte Roms, beleuchte sie unter dem Aspekt der städtebaulichen Entwicklung und gebe zwei Bestseller – Peter Pranges „Principessa“ und Dan Browns „Illuminati“ – hinzu. Das Ganze verarbeite man dann schnellen Schrittes und mit flinker Feder. Denn so vielseitig wie die Spaziergänge durch die italienische Metropole sind auch die Textaufträge: Vom Portrait von „Berninis Brunnen-Statuen“ über einfache Notizen zu „Marcecs Forum Romanum“-Erläuterungen bis hin zu persönlichen Eindrücken – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die sakrale Unterkunft „Suore di Sant`Anna“ sozusagen beim Kolosseum um die Ecke präsentierte sich in der ersten Nacht (so mild das Klima tagsüber, so kühl sind auch im November Romas Nächte) von bester „Selbstkasteiungsatmosphäre“: Die Radiatoren blieben trotz verzweifeltem Drehen und Wenden kalt. So lernten wir eine Lektion zu einem weiteren Thema: Die Selbstverständlichkeit der heimischen Zentralheizung. Principessa Engeler sei Dank: Beim Frühstück erwähnte sie dem Nonnenpersonal gegenüber unser nächtliches Zähnegeklapper - subito erwarteten uns am Abend warme Heizkörper ! Claudia Engeler zeigt sich nicht nur beim positiven Beeinflussen der Geistlichkeit als Expertin: Da sie letztes Jahr drei Monate in der italienischen Hauptstadt verbracht hat, kann sie durchaus als Spezialistin für Rom durchgehen. Dies zeigt sich nicht zuletzt an dem schlüssigen und minutiös ausgearbeiteten Besichtigungsplan, der das Herz jedes Romreisenden höher schlagen lassen würde – und wir sind die Glücklichen, die den Konjunktiv in diesem Fall streichen dürfen. Die Schülerinnen schreiten und schreiben nicht nur; auch sie haben sich vorbereitet auf diese Studienreise begeben. In Gruppen aufgeteilt führen sie uns an die Schauplätze der oben genannten Bücher und versäumen es, auch nicht allfällige Patzer der beiden Autoren aufzudecken; so sieht Dan Brown in einer Kirche, Tatort eines schauerhaften Mordes, Sternzeichen und Planeten, wo in Tat und Wahrheit Heilige und Verzierungen die Wände zieren. Alles zwar in barocker Pracht, wie das Rom an so mancher Stelle zu bieten hat, aber trotzdem „nur“ katholisches Pflichtprogramm und keine versteckten Symbole fiktiver antichristlicher Geheimgesellschaften, wie Dan sie gerne haben würde… Und nicht zuletzt trägt die ausgelassen-fröhliche Stimmung mit einer grossen Portion Aufmerksamkeit für die Schönheit dieser einzigartigen Metropole dazu bei, dass Rom schon jetzt zu einem unvergesslichen, ewigen Erlebnis geworden ist ! In diesem Sinne ein herzliches „tanti aguri“ an alle Daheimgebliebenen !
Für die 138a und in Vertretung des Leiterteams
Stefan Marcec
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