Und zum Abschied: Slowenien

 



Maturreise der Promotion 137b vom 5.-11. Juli 2009

 

Vier Jahre sind lang, wenn sie vor einem liegen. Doch dann, auf einmal, sind sie Vergangenheit und man fährt zum letzten Mal zusammen weg. Zum Abschied entschied sich die Klasse 137b dazu, mit Stefan Marcec und Claudia Engeler nach Slowenien zu reisen. Schliesslich ist Stefan ortskundig und der slowenischen Sprache mächtig und alleine, nein, alleine wäre wohl keiner von uns auf Anhieb in dieses wunderbare Land gefahren. Wie viel wir dabei verpasst hätten, das wurde uns allen spätestens am Ende der Reise bewusst.

Ljubljana ist eine Hauptstadt, die südlichen Flair ausstrahlt, wunderbare Gassen mit schönen Gebäuden bietet und Brücken zu zeigen weiss, die eleganter und schwungvoller nicht sein könnten. Drei knappe Tage verbrachten wir dort, besichtigten die Stadt. Wir unternahmen einen Ausflug nach Bled, an einen verträumt traumhaften See, nur leider bei Regenwetter. In der Nähe wanderten wir über abenteuerliche Holzstege durch eine märchenhafte Schlucht, erinnerten uns dabei an die Via Mala. Die weltbekannten Grotten von Postojna und die ritterliche Burg Predjamski wussten uns zu fesseln.

Dann zog es alle ans Meer. Nach knapp zwei Stunden Fahrt befanden wir uns nicht mehr in hügeligem, karstigem Gebiet, sondern am Mittelmeer. Das Klima wurde milder, das Wetter war sonnig und die Architektur erinnerte alle an Italien. Portoroz’ Strand umarmte uns freudig, doch auch Piran, das im venezianischen Stil erbaut ist, eroberte unsere Herzen. Kirchtürme, die wir schon auf dem Markusplatz oder auf San Giorgio zu sehen geglaubt hatten, lachten dem Meer entgegen. Auf der Rückreise nach Ljubljana besichtigten wir eine Kirche mit unvergleichlichen Fresken: die „biblia paupera“, eine Bibel für die Armen, für Analphabeten.

Wir assen unser tägliches Brot in Form von Fisch- oder Fleischgerichten, von slowenischen oder serbischen Spezialitäten, von Pizzas oder Zusammengewürfeltem, sassen dabei stets gemeinsam bei Tisch. Und so gab es immer wieder Neues zu berichten, Erfahrungen und Erinnerungen auszutauschen.

Die Woche war schnell vorbei. Und schön, ja, schön war’s. Doch von all dem Wunderbaren war vielleicht doch das Eine am herausragendsten: noch einmal zusammen gewesen zu sein, noch einmal gemeinsam etwas Abenteuerliches erlebt zu haben (und sei es die Rückreise mit Bombenalarm!), noch einmal sich bewusst geworden zu sein, dass die Klasse 137b einmalig war und ist.

Deshalb bleibt Dankbarkeit zurück, ein Stück des eigenen Lebensweges mit wertvollen KollegInnen und SchülerInnen geteilt haben zu dürfen, auch auf der letzten, gemeinsamen Fahrt, der Maturreise.

 

Claudia Engeler, Klassenlehrerin

Fotos: Martina Denzler

 


 

Maturreise 136a und b



 



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